HomeNewsAgendaKontaktVerwaltung2000Strichpunkt
baldingen25.jpg
Portal Zurzibiet
Home > News

3. Workshop der Facharbeitsgruppen

Rheintal+

Beim dritten Workshop von «Rheintal+ vertiefte Prüfung» zeigte der Blick in die acht Arbeitsgruppen deutlich, wie nahe am Puls der Bevölkerung die rund 100 freiwillig Engagierten aus Bad Zurzach, Baldingen, Böbikon, Fisibach, Kaiserstuhl, Mellikon, Rekingen, Rietheim, Rümikon und Wislikofen die Fragestellungen angehen.

So war man beispielsweise in der Arbeitsgruppe «Behörden und Verwaltung» Feuer und Flamme für die Idee «Dörferrat».

Das Stichwort «Dörferrat» brachte Projektbegleiter Jean-Claude Kleiner in die Diskussion ein. Dies quasi als Mitbringsel aus den «Gesprächen mit der Bevölkerung», die bis zum dritten Workshop von «Rheintal+ vertiefte Prüfung» bereits in Bad Zurzach, Böbikon, Kaiserstuhl, Rekingen, Rietheim, Rümikon und Wislikofen stattgefunden haben.

 

Der Ball wurde der Arbeitsgruppe 1 «Behörden und Verwaltung» zugespielt. Diese nahm ihn sportlich auf. Getagt wurde am Abend des 28. Novembers im Melliker Gewerbegebiet «Zilistude», verteilt auf die Büroräumlichkeiten der Firmen Spuhler, Adeco sowie Laube+Co.

 

 

Gemeinde-, Einwohner-, Dörferrat

 

Yvonne Reichlin, Leiterin der Gemeindeabteilung des Departements Volkswirtschaft und Inneres des Kantons Aargau, verfolgte die äusserst rege Debatte der Arbeitsgruppe 1 unter der Leitung von Mellikons Gemeindeammann Rolf Laube und brachte verschiedene weiterführende Informationen ein.

So wies sie etwa darauf hin, dass es gesetzlich erlaubt ist, während einer Übergangsfrist von vier Jahren ab Fusion einen beliebig grossen Gemeinderat zu wählen, damit alle Projektgemeinden im neuen Gremium gebührend vertreten wären. Die politerfahrenen Mitglieder der Arbeitsgruppe sprachen sich jedoch einhellig für einen schlanken, schlagkräftigen Gemeinderat mit sieben Mitgliedern aus. Nach diesem Entscheid rückte die Diskussion um einen allfälligen Einwohnerrat ins Zentrum.

 

Die Arbeitsgruppenmitglieder schonten sich nicht mit Pro- und Kontra-Argumenten. Schliesslich scheiterte die Idee Einwohnerrat einerseits an den ansehnlichen Kosten, die ein solches Parlament verursacht und andererseits am Proporz, welcher keine gleichberechtigte Mitsprache aller fusionierten Gemeinden zulassen würde.

 

Blieb also noch der Dörferrat. In diesem Dörferrat oder einer Dörferkommission könnten alle fusionierten Ortschaften durch je eine Person vertreten sein. Die Arbeitsgruppe «Behörden und Verwaltung» fand rasch Gefallen an dieser Plattform und legte bereits Eckpunkte fest:

  • Einführung eines Dörferrats unmittelbar nach der Fusion
  • Regelwerk definiert im Fusionsvertrag
  • Je eine Vertretung pro Ortschaft gewählt für eine Amtsperiode
  • Mindestens vier Zusammenkünfte pro Jahr
  • aktive Drehscheibe zwischen Gemeinderat und Bevölkerung

 

 

Vorbereitung auf die Echogruppen

 

 

Ähnlich zügig wie in der Arbeitsgruppe 1 ging es beim dritten Workshop auch in den anderen Fachgruppen ans Werk. Dies vor allem hinsichtlich der sogenannten Echogruppen, für die sich Interessierte aus den zehn Projektgemeinden bewerben konnten. Die Projektorganisation von «Rheintal+ vertiefte Prüfung» sieht vor, dass diese Echogruppen erstmals Mitte Januar 2018 zusammenkommen.

 

Sie werden am 16. Januar in Bad Zurzach auf die Themen aus «Behörden und Verwaltung», «Entwicklung, Bau- und Nutzungsordnung, Verkehr», «Schulwesen», «Finanzen, Liegenschaften, Landwirtschaft» eingehen und am 18. Januar in Rekingen das Wirken der vier weiteren Fachgruppen «Versorgung/Entsorgung, Sicherheit»,«Ortsbürgergemeinden Forst Werkhof/Abfall», «Kultur, Name, Wappen» und «Freizeit, Vereine, Jugend, Alter» spiegeln.

 

 

Jugend vor

 

Ruedi Weiss, Leiter der Arbeitsgruppe 8 «Freizeit, Vereine, Jugend, Alter», formulierte im Plenum des dritten Workshops, welche Feedbacks aus der Begegnung mit der Echogruppe erhofft werden. «In den meisten Projektgemeinden existiert momentan kein eigentliches Jugendleitbild», so der Stadtammann von Kaiserstuhl und fuhr fort: «Es gibt Einzelaktivitäten, etwa von Vereinen oder den Kirchen, jedoch keine systematische Jugendarbeit».

 

Deshalb wünscht sich die Arbeitsgruppe 8 gezielt eine Erweiterung ihrer Echogruppe mit jugendlichen Vertreterinnen und Vertretern, damit die anstehenden Fragen zusammen mit den Direktbetroffenen geklärt werden können.

 

 

Umfrage zur Namensgebung

 

Insgesamt werden sich die 100 freiwillig Engagierten aus Bad Zurzach, Baldingen, Böbikon, Fisibach, Kaiserstuhl, Mellikon, Rekingen, Rietheim, Rümikon und Wislikofen erst Anfang März 2018 wiedersehen.

 

Bis zum vierten Workshop wird jedoch in praktisch allen Arbeitsgruppen intensiv weitergearbeitet. So will die Arbeitsgruppe «Schulwesen» bis dann alle Varianten zu einer künftigen Schulorganisation geklärt haben.
Die Arbeitsgruppe «Finanzen, Liegenschaften, Landwirtschaft» den aktualisierten Finanzbericht röntgen.
Mit vier Unterabteilungen packt die Arbeitsgruppe «Versorgung / Entsorgung, Sicherheit» ihre Schwerpunkte an.


Spannend wird es auch für die Arbeitsgruppe «Kultur, Name, Wappen». Sie werden drei mögliche Namen für die neue Gemeinde beim Eidgenössischen Institut für geistiges Eigentum einreichen und prüfen lassen.
Kommt grünes Licht, soll im Frühjahr 2018 mittels einer Umfrage bei der Bevölkerung aller Projektgemeinden die Meinung zu Namen und Wappen abgeholt werden.

 


Über allem lud der Projektbegleiter alle Beteiligten dazu ein, sich Gedanken zu machen zu einer Vision für «Rheintal+ vertiefte Prüfung». Jean-Claude Kleiner:
«Das ist eine Arbeit, die sich lohnt. Es ist wichtig, miteinander eine Formulierung für das Profil der neuen Gemeinde zu finden.»

zurück zur Übersicht

© Gemeinde Baldingen 2007-2018ImpressumSitemapKontaktE-Mail