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Jungbürger an der Euro 08

Alles Mitfiebern und Daumendrücken half nichts

Eine Fussball-EM im eigenen Land wird es nicht so schnell wieder geben. Das haben sich die Organisatoren der regionalen Jungbürgerfeier gesagt und die jüngste Generation Stimmbürger in die Public Viewing-Arena nach Liestal eingeladen.

33 Personen versammelten sich am Mittwochnachmittag beim Baldinger Pfarrhaus zum Apéro. Turnusgemäss war Baldingen mit der Organisation der Feier an der Reihe, und so war es an Gemeindeammann Thomas Knecht - wie einige seiner Kollegen aus den Nachbargemeinden im rot-weissen Leibchen ganz auf Fussball eingestellt —, die Gäste aus Böbikon, Fisibach, Kaiserstuhl, Mellikon, Rümikon, Schneisingen, Siglistorf und Wislikofen willkommen zu heissen. Der Ernst des Lebens habe für sie bereits mit Schulabschluss oder Lehrstellensuche begonnen, meinte er an die Jungbürger gewandt. Jetzt, mit 18 Jahren, hätten sie das Recht, über sich selber zu bestimmen. Dies bezieht sich nicht nur aufs Unterzeichnen von Verträgen oder aufs Heiraten, sondern auch auf das Recht, an Abstimmungen und Gemeindeversammlungen teilzunehmen oder sich in Gemeindebehörden und Kommissionen
wählen zu lassen.

Auf die Mannschaftsaufstellung kommt es an

Thomas Knecht ermunterte die jungen Leute, sich aktiv am politischen Leben zu beteiligen, und wies daraufhin, dass in kleinen Gemeinden eine einzelne Stimme grosses Gewicht haben kann. Er zog Parallelen zum Fussball: Auch in der Gemeinde kommt es auf die Mannschaftsaufstellung mit den bestmöglichen Spielern und auf gutes Zusammenspiel an.

Einzelkämpfer seien auf verlorenem Posten. Jede Position habe ihre Reize, sei es als Trainer beziehungsweise Gemeinderat oder als Spieler beziehungsweise Verwaltungs- und Kommissionsmitglieder. Auch die Zuschauer seien nicht zu unterschätzen. Wenn es nur Pfiffe und keinen Applaus gebe, werde es schwierig: "Dann wissen wir nicht mehr, wen aufstellen", weil die Auswahl an Ersatzspielern gering sei.

Zu Gast im "neunten Stadion"

Von ihrer jeweiligen Gemeinde durften die Jungbürgerinnen und Jungbürger ein Geschenk entgegennehmen, bevor sie sich zusammen mit den Behördenvertretern per Car auf den Weg nach Liestal machten, Im "neunten Stadion" der Euro 08, der grössten Public Viewing-Arena der Schweiz mit 6500 Sitzplätzen, konnten sie um 18 Uhr zunächst den Match zwischen Tschechien und Portugal live
mitverfolgen.

Noch mehr interessierte allerdings die folgende Begegnung zwischen der Schweiz und der Türkei. Die Zurzibieter erlebten ein dramatisches Spiel, das lange zu berechtigten Hoffnungen für die Schweiz Anlass bot. Alles Mitfiebern und Daumendrücken half jedoch nichts: In der 92. Minute war mit dem 1:2 die Niederlage der Schweizer Fussballer besiegelt und damit jede Hoffnung zerschlagen.

Mit dem erhofften Erfolg für die Fussball-Nationalmannschaft und dem Weiterkommen in die nächste Runde ist es also nichts geworden. Bestimmt haben die Zurzibieter in Liestal dennoch einen unvergesslichen Abend erlebt, und vielleicht haben ja die neun Gemeinden mit ihrem Mannschaftsnachwuchs mehr Glück als die Nationalmannschaft, so dass sie mit einer grossen Auswahl
an Trainern, Spielern und Ersatzspielern weiterhin meisterhaft aufspielen können.


Quelle: Botschaft vom 14. Juni 2008

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