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Hedi Meier

Kopf des Monats März 2012

In der März Ausgabe 2012 des Strichpunktes stellt sich Hedi Meier, Sachbearbeiterin Finanzen und Stv. ASVA-Gemeindezweigstelle bei der Verwaltung2000 vor.

In Zürich geboren, zog ich mit meinen Eltern 1965 nach Mellikon. Dort durchlief ich die Primarschule, um danach in Zurzach die Bezirkschule zu besuchen. Im Anschluss daran absolvierte ich eine kaufmännische Lehre bei der Schweizerischen Sodafabrik (heute Solvay SA).

Nach unserer Heirat 1978, vervollständigten zwischen 1979 und 1983 unsere Söhne Andi, Michael, Marc und Christian unsere Familie. Seit 1993 bin ich für die Gemeinde Böbikon, ab dem Jahr 2000 für die Verwaltung 2000 tätig.

Die Familie war und ist der Mittelpunkt in meinem Leben. Inzwischen durften wir auch überglücklich zwei Enkelkinder in die Arme schliessen. Am 15. November 2008 Ana, unsere quirlige Enkeltochter und am 10. Februar 2012 Diego, unseren süssen und bereits schon sehr coolen Enkel.

Seit meiner frühsten Kindheit gehörten auch immer Hunde zu unserer Familie. Mein erster eigener Hund, den ich mit 14 Jahren von meinen Eltern bekam, war eine blaue Deutsche Dogge namens Eick. Er gewann viele Ausstellungspreise und wurde schönster Doggen Rüde aus Schweizer Zucht. Damals bekam ich viele Komplimente für den tollen Hund. Heute wird man mit Hund schon eher misstrauisch beäugt und viele Leute ängstigen sich schon einmal prophylaktisch. Aber, die allermeisten Hunde sind viel besser als ihr Ruf. Allerdings werden sie begreiflicherweise unsicher, wenn sich ihnen jemand, ohne Grund, schon in beginnender Panik nähert. Das verstehen sie nämlich nicht und ich ehrlich gesagt auch nicht. Bedenkt man, wie viele Hunde tagtäglich im Dienste des Menschen stehen, seien es Blinden-, Therapie-, Rettungshunde etc., so könnte man doch annehmen, dass das nicht alles potenzielle Bestien sein können.

Ich wage zu behaupten, dass der Anteil an Psychopaten bei den Hunden wesentlich kleiner ist als bei uns Menschen.

Leider sind viele Hunde nicht erzogen und vor allem unterbeschäftigt. Ein körperlich und geistig ausgelasteter Hund ist viel ausgeglichener und leichter zu führen. Hunde eignen sich nicht als Statussymbole, denn es sind Individuen, denen man gerecht werden muss. Vielfach wird bei der Auswahl des Hundes das Augenmerk vor allem auf das Exterieur gelegt. Viel wichtiger wäre es allerdings, die rassespezifischen Ansprüche zu berücksichtigen. Ein Windhund wird sich schwer tun mit einem Couchpotato, und ein Mops wäre bei einem Sportaholiker ebenfalls völlig fehl am Platz. Vor allem aber sollen Hunde, Hunde sein können. Sie können keine Menschen ersetzen und sind damit auch total überfordert. Viel lieber als 1000 Spielsachen ist ihnen die Zuneigung ihres Herrchens sowie Beschäftigung. Konsequenz bei der Erziehung aber auch Verständnis und echte Zuneigung machen vieles leichter. Dies gilt nach meinen Erfahrungen auch für den Umgang mit unseren Kindern.

Nun wird ja im Kanton Aargau ab 1. Mai 2012 ein neues Hundegesetz in Kraft treten. Es regelt vor allem auch die Haltung und den Umgang von «gefährlichen Hunden ». Welche Hunde zukünftig nur noch mit einer Berechtigung des Kantons gehalten werden dürfen, wird vom Regierungsrat noch festgelegt. Solche potentiell gefährlichen Hunde müssen in der Öffentlichkeit grundsätzlich an der Leine geführt werden. Eine Halteberechtigung erhält nur, wer über genügend Fachkenntnisse in der Hundehaltung verfügt und auch in persönlicher und finanzieller Hinsicht in der Lage ist, einen solchen Hund korrekt zu führen und auszubilden.

Alle Hundebesitzer müssen den SKN (Sachkundenachweis) erbringen. Kauft man sich den ersten Hund, gliedert sich dieser Kurs in zwei obligatorische Teile. Teil eins ist ein Theoriekurs, Teil zwei ein praktischer Kurs. Wer schon einmal einen Hund besessen hat, muss nur noch den praktischen Teil obligatorisch absolvieren. Allerdings auch dann, wenn er sich jedes Jahr einen weiteren Hund kauft.

Ich persönlich halte nichts von «Rassendiskriminierung ». Ein Vertreter der Zwerghunderassen kann hoch aggressiv sein und ein Rotweiler lammfromm. Sicher wird der Biss eines kleinen Hundes in der Regel nicht die gleichen verheerenden Folgen haben wie derjenige eines Vertreters grosser Rassen. Aber, das Grundübel ist das gleiche, nämlich abnormes Verhalten. Warum, das steht auf einem anderen Blatt. Nachdem ich selber 3 Würfe Labrador Retriever gezüchtet und etliche Welpen aufgezogen habe, bin ich persönlich der Meinung, dass ein Hund nicht oder wirklich nur sehr, sehr selten aggressiv zur Welt kommt. Meistens wird er durch uns zu dem gemacht, was er dann eben notabene ist. Sicher gibt es Rassen, die etwas disponierter sind. Dies fällt aber bei korrekter Haltung und Führung nur unwesentlich ins Gewicht. Kein Collie kommt als «Lassie» zur Welt. Bis ein Hund so toll gehorcht, braucht es hunderte von Trainingsstunden und es gibt auch bei den Hunden mehr oder weniger talentierte Vertreter. Davon können die Grössen im Hundesport ein Liedlein singen. Eines zeichnet aber alle Hunde aus: sie mögen ihre Besitzer vorbehaltlos – und wenn wir sie korrekt und ihrer Art entsprechend behandeln, danken sie es uns ein Leben lang.

Für mich gilt auch bei der Anschaffung eines Hundes: «drum prüfe, wer sich ewig bindet.» Aus einer Laune heraus spontan einen Vierbeiner anzuschaffen, ohne das Für und Wider genau abzuwägen, kann für den Hundehalter, aber vor allem auch für den Hund, zum Fiasko werden.

Wer die Zeit nicht aufbringen kann oder die Verantwortung für einen eigenen Hund nicht übernehmen möchte, findet bestimmt einen Hundebesitzer, der dankbar ist für jemanden, der seinen Hund ab und an spazieren führt oder ihn während seiner Abwesenheit betreut.

So oder so wünsche ich allen Hundebesitzern viel Freude mit ihren vierbeinigen Kollegen und allen Nichthundehaltern viele gefreute Begegnungen mit dem Partner Hund.

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